31. Dezember 2008

Karl Richter - Zeitdokumente 7 (1953)



Das Jahr 1953 begann für Karl Richter ebenso arbeitsintensiv, wie 1952 geendet hatte. Am 9. Januar spielte Richter anlässlich des 80. Geburtstages seines Lehrers Karl Straube in der Markuskirche ein Orgelkonzert mit Werken J. S. Bachs.



Die kurze, aber überschwängliche Kritik können Sie hier vergrößern!

Die erste Abendmusik des neuen Jahres brachte am 30. Januar Chorwerke von Samuel Scheidt, Heinrich Schütz und Hans Leo Hassler. Landeskirchenmusikdirektor Prof. Friedrich Högner spielte Bachs Präludium und Fuge c-moll.



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27. Dezember 2008

John van Kesteren †

Der niederländische Tenor ist in Florida gestorben.

Wie wir erst jetzt erfahren haben, ist John van Kesteren am 11. Juli 2008 in seiner Wahlheimat Jupiter (Florida) im Alter von 87 Jahren gestorben. John van Kesteren war zusammen mit Ernst Haefliger Karl Richters Protagonist für die Tenor-Partien in den 1960er Jahren. Gerne und mit etwas Wehmut erinnern wir uns an den bei Chor und Orchester so beliebten Sänger.




John van Kesteren war der Solist für die Tenor-Partien bei der Bachwoche Ansbach 1961.
(Hohe Messe h-moll und Kantaten BWV 70, 76, 78, 95, 108, 147)




John van Kesteren war der Tenor-Solist in Bachs h-moll-Messe in der Basilika Weigarten am 16. Juli 1966.




Auf der Konzertreise nach Kanada und in die USA (September/Oktober 1967) sang John van Kesteren Bachs h-moll-Messe und Haydns Schöpfung in Montreal (anlässlich der Weltausstellung) sowie in Washington und New York (Carnegie Hall).




Hauptprobe von Joseph Haydns Schöpfung im Salle W. Pelletier in Montreal




John van Kesteren zusammen mit der kanadischen Sopranistin Colette Boky




John van Kesteren im Mai 197o in der Leningrader Philharmonie bei der zweiten Konzertreise des Münchener Bach-Chors in die damalige UdSSR. Auf dem Programm standen sowohl in Moskau als auch in Leningrad Bachs h-moll-Messe und Haydns "Jahreszeiten".

In ganz besonderer Erinnerung ist uns ein Konzert am 16. Dezember 1967 im Salzburger Festspielhaus, bei dem John van Kesteren als Tenor-Solist vorgesehen war.

"...Ich denke da an eine h-moll-Messe in Salzburg. Das „Domine Deus" bedarf eines Solo-Tenors, und die Stunde der Aufführung rückte näher, aber kein Tenor war in Sicht. John van Kesteren sollte wohl einfliegen und Nebel verhinderte die Landung, wir waren ohne Tenor. Was machen? Soll das „Domine Deus" ausfallen? Soll es einer vom Chor singen? Richter entschloss sich dann, dass der gesamte Chor-Tenor den Solopart übernehmen sollte. Das war der stärkste Gegenpart, gegen den ich jemals anzuspielen hatte..." (Paul Meisen)

"...Wir wurden dann ins Künstlerzimmer gebeten, Professor Richter saß am Flügel, und wir haben zwei- oder dreimal das Duett durchgesungen, und Richter konnte sich darauf verlassen, dass im Konzert alles klappt..." (Jürgen Rasch)

Links zu John van Kesteren:

Wikipedia

Maarten Streefkerk

Tamino Klassikforum

Jupiter, Florida

22. Dezember 2008

Weihnachten 2008



Johann Sebastian Bach, Kantate BWV 110
"Unser Mund sei voll Lachens"
zum 1. Weihnachtsfeiertag (Choreinsatz)


Ein gesegnetes, lichterfülltes Weihnachtsfest 2008 und ein glückliches Jahr 2009
wünschen

Hugo und Johannes Martin
Conventus Musicus



19. Dezember 2008

Karl Richter vor 40 Jahren - Salzburg

Bachs Weihnachtsoratorium im Festspielhaus

In diesen Tagen vor 40 Jahren, am Samstag vor den 3. Adventsonntag, gastierte Karl Richter mit Münchener Bach-Chor und Bach-Orchester und den Vokalsolisten Lotte Schädle, Hertha Töpper, Horst Laubenthal und Ernst Gerold Schramm in Salzburg.



Es war Tradition, am Samstag vor dem 2. oder 3. Adventsonntag im Festspielhaus zu singen. Dieses vorweihnachtlliche Konzert fand in jedem Jahr von 1962 bis zu Richters Tod statt, es war immer eine ganz besondere Stimmung. Zur Aufführung kamen u. a. Händels Messias, Bachs h-moll-Messe und vor allem natürlich das Weihnachtsoratorium. Erstmals standen 1965 alle sechs Kantaten auf dem Programm, unterbrochen von einer gut zweistündigen Pause, in der Solisten, Chor und Orchester mit einem guten Abendessen im Peterskeller verköstigt wurden.



Max Kaindl-Hönig schrieb in den Salzburger Nachrichten über das Konzert im Dezember 1968 die folgende Rezension

17. Dezember 2008

Joachim Kaiser wird 80 Jahre alt!

Herzlichen Glückwunsch!

Am 18. Dezember 1928 wurde Joachim Kaiser in Milken, Ostpreußen geboren. Am morgigen Donnerstag feiert er seinen 80. Geburtstag.



Von 1959 war Joachim Kaiser leitender Redakteur des Feulletons der Süddeutschen Zeitung, seit dieser Zeit begleitete er die Münchner Ära Karl Richters wohlwollend, häufig begeistert, aber stets kritisch. Die erste Rezension verfasste er am 31. März 1959 über Bachs Matthäus-Passion.

Im Jahr 2001 schrieb Joachim Kaiser anlässlich des 75. Geburtstages von Karl Richter unter der Überschrift „Wie München zur Bach-Stadt wurde" noch einmal eine „Erinnerung" an den großen Dirigenten.

Im Rahmen unseres Karl Richter-Projektes gab Joachim Kaiser sein Eiverständnis zur Verwendung seiner Rezensionen für unsere Arbeit. Dafür sagen wir ihm heute nochmals herzlichen Dank.

15. Dezember 2008

Tragbares Tisch-Cembalino zu verkaufen

Restauriertes, neuwertiges Instrument



Das Tisch-Cembalino hat uns in den 1990er Jahren und auch noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei zahlreichen CD-Produktionen und in so manchen Konzerten wertvolle Dienste geleistet. Es hat einen wunderschönen, vollen, italienischen Klang und ist als tragbares Instrument mit einem zwar großen, aber dennoch handlichen Transportkoffer, der in jeden PKW passt, vielseitig einsetzbar.



Das Cembalino wurde 1989/90 vom Bamberger Instrumentenbauer Andreas Spindler (Capella Antiqua Bambergiensis) nach einem italienischen Modell gefertigt und vor einem Jahr aufwändig restauriert und ist somit völlig neuwertig. Die Maße betragen 170 x 70 x 18 cm. Ein Transportkoffer ist im Preis inbegriffen.




Preis: Euro 3.990,00 (inkl. Mehrwertsteuer)

Wenn Sie sich für das Instrument interessieren, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

10. Dezember 2008

Karl Richter - Neue CD

Verdi-Requiem 1969 als Live-Mitschnitt



Anfang Oktober erschien bei dem japanischen Label Altus Music eine neue Doppel-CD mit einem Live-Mitschnitt der "Messa da Requiem" von Giuseppe Verdi. Der Komponist widmete dieses Werk dem Andenken des Dichters Alessandro Manzoni, der als 88jähriger Greis, verehrt und betrauert von ganz Italien, am 22. Mai 1873 gestorben war. Die Uraufführung fand am ersten Jahrestag von Manzonis Tod in San Marco zu Mailand unter Verdis eigener Leitung statt.

Karl Richter führte das Verdi-Requiem im 1. Sonderkonzert der Münchner Philharmoniker am 28. Februar 1969 im Kongreß-Saal des Deutschen Museums München auf. Die Solisten waren Ingrid Bjoner (Sopran), Hertha Töpper (Alt), Waldemar Kmentt (Tenor) und Gottlob Frick (Bass). Es sangen der Münchener Bach-Chor und der Philharmonische Chor (Einstudierung: Hans-Rudolf Zöbeley), es spielten die Münchner Philharmoniker.



Leider ist die Doppel-CD auf dem europäischen und damit auch auf dem deutschen Markt nicht erhältlich, obwohl gerade hier das Interesse an dieser Einspielung sehr groß gewesen wäre (wie ich tagtäglich erfahren kann). Aber offensichtlich ist die Gewinnspanne in Japan höher!

Wir haben uns viele Wochen darum bemüht, diese CD über unseren Vertreter in Taiwan zu bekommen, schließlich ist es gelungen, ein erstes Kontingent zu ordern, das inzwischen auch eingetroffen ist. Wenn Sie also Interesse an Karl Richters Live-Konzert mit Verdis „Messa da Requiem" haben und nicht selbst in Japan bestellen wollen, setzen Sie sich mit uns in Verbindung. E-Mail



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Karl Richter - Zeitdokumente 6 (1952)

Kammermusik und Instrumentalkonzerte

Schließlich standen vier Konzerte mit Instrumentalmusik auf den Programmen von Karl Richters erstem Münchner Jahr. So musizierte er u. a. Bachs Brandenburgische Konzerte Nr. 2, 3, 4 und 5, die h-moll-Suite, Kammermusik von Bach und anderen Alten Meistern sowie solistisch am Cembalo die Chromatische Fanatsie und Fuge und die Goldberg-Variationen. Leider ist der Programmzettel des ersten Konzertes vom 30. April 1952 nicht vorhanden, dafür aber eine Rezension.









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9. Dezember 2008

Karl Richter - Zeitdokumente 5 (1952)

Karl Richter an der Orgel



In den sieben Abendmusiken an St. Markus, München, des Jahres 1952 spielte Karl Richter neben Orgelmusik von Pachelbel, Buxtehude und Bruhns folgende Werke von J. S. Bach und Max Reger:

Bach Toccata und Fuge F-Dur
Präludium und Fuge Es-Dur
Präludium und Fuge e-moll
Partita „Sei gegrüßet. Jesu gütig"
Toccata und Fuge in d (dorisch)
Toccata und Fuge d-moll
Passacaglia und Fuge c-moll
Max Reger Introduktion und Passacaglia d-moll
Introduktion und Passacaglia f-moll
Fantasie und Fuge über B-A-C-H




Zusätzlich gab er noch drei große Orgelkonzerte an der Steinmeyer-Orgel im Mai, Juli und September. Über das ganze Jahr gesehen, waren also in der Markuskirche fast alle bedeutenden Orgelwerke von Bach, Reger und den Altmeistern vor Bach zu hören.





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5. Dezember 2008

Karl Richter - Zeitdokumente 4 (1952)

Erstmals Aufführung von groß besetzten Bach-Werken

Gleichzeitig mit der Erarbeitung der Motetten-Literatur für die neu eingerichteten Abendmusiken studierte Karl Richter mit dem Heinrich-Schütz-Chor in seinem ersten Münchner Jahr auch drei der bedeutendsten Werke J. S. Bachs ein.



Die Hohe Messe h-moll erklang erstmals unter Richter im Februar 1952.



Die Johannes-Passion folgte am Mittwoch in der Karwoche.



Der erste Teil des Weihnachtsoratiums (Kantaten I - III) beendete im Dezember ein arbeitsintensives Chorjahr 1952.

2. Dezember 2008

Karl Richter - Zeitdokumente 3 (1952)


Einrichtung von Abendmusiken


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Im April 1952 April richteten Dekan Dr. Theodor Heckel., Prof. Dr. Ludwig Held und Karl Richter die Münchener Abendmusiken in St. Markus ein, jeweils um 18.00 Uhr am letzten Freitag im Monat und bei freiem Eintritt. Die großen Orgelwerke von Frescobaldi, Buxtehude, Bach bis zu Max Reger und den zeitgenössischen Orgelmeistern sollten ebenso zu hören sein wie die geistlichen Chormusiken von Schütz, Bach, Brahms und Reger bis zu den Großen der Neuen Musik. Orgelspiel und Motette bildeten den Rahmen für die Lesung des Schriftwortes und den Segen.



Dr. Theodor Heckel, Dekan von St. Markus und Stadtdekan von München (1950 - 1964)

Die ersten vier Abendmusiken beinhalten ein sehr anspruchsvolles Programm und belegen eindrucksvoll, welche Probenarbeit Karl Richter schon zu Beginn seiner Münchner Ära dem Chor abverlangt hat.







30. November 2008

Karl Richter - Zeitdokumente 2 (1951)

Erstes Motettenkonzert in St. Markus

Nur wenige Wochen, nachdem Karl Richter im Oktober 1951 als Nachfolger von Prof. Michael Schneider an St. Markus in München berufen worden war, gab er am 25. November mit dem "Heinrich-Schütz-Kreis ein erstes, anspruchsvolles Motettenkonzert.

Heinrich Schütz, "Das ist je gewißlich wahr"
J. S. Bach, Passacaglia c-moll
Johann Bach, "Unser Leben ist ein Schatten"
Joh. Christoph Bach, "Ich lasse dich nicht"
J. S. Bach , Orgelpartita "Sei gegrüßet, Jesu gütig"
J. S. Bach, Motette "Komm, Jesu, komm"


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28. November 2008

Karl Richter - Zeitdokumente 1

Die Jahre 1949 - 1951 in Leipzig

Heute starten wir eine neue Reihe mit ausgewählten, bisher noch nicht veröffentlichten Zeitdokumenten aus der Ära Karl Richter. In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir einige Tausend solcher Dokumente (Konzertplakate, Programme, Kritiken, Zeitungsberichte u. a. samt zahlreichen Fotos) eingescannt, bearbeitet und in das Karl Richter-Archiv eingefügt.

Sicherlich "schlummern" noch manche, uns nicht bekannte Dokumente vor sich hin, und wir wären allen Blog-Besuchern dankbar, wenn sie unser Archiv damit "bereichern" könnten.

Unser erster Blog-Eintrag gilt den Jahren 1949 - 1951 mit Dokumenten, die den damaligen Thomaskantor Karl Richter betreffen.









26. November 2008

Advent und Weihnachten 2008

Weihnachtliches aus Franken



Für die grauen Tage, in denen nach dem Kalender der Herbst in den Winter übergeht, für die Zeit, die als still und beschaulich geschildert wird und doch ausgefüllt ist von der Hektik der Einkäufe, vom „Vorbereitungsgetümmel auf das hohe Fest", sowie für die eigentliche Weihnachtszeit möchten wir Ihnen eine neue DVD und einige CDs mit weihnachtlicher Musik aus unserer Verlagsproduktion empfehlen.



Detaillierte Informationen finden Sie hier...!

23. November 2008

Bach-Kantaten zum Totensonntag

In den Jahren 1966 - 1970 fand jeweils am Totensonntag in der Markuskirche ein Kantatenabend mit Werken von J. S. Bach statt. Folgende Kantaten gelangten in diesen fünf Jahren zur Aufführung:

BWV 20 "O Ewigkeit, du Donnerwort" (1x)
BWV 27 "Wer weiß, wie nahe mir mein Ende" (1x)
BWV 70 "Wachet! Betet! (1x)
BWV 75 "Die Elenden sollen essen" (1x)
BWV 95 "Christus, der ist mein Leben" (2x)
BWV 106 "Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit" - Actus tragicus (2x)
BWV 117 "Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut" (1x)
BWV 140 "Wachet auf, ruft uns die Stimme" (4x)
BWV 180 "Schmücke dich, o liebe Seele"

Am Totensonntag 1968 (am 24. November) erklangen die Kantaten 140, 180 und 106 mit den Vokal-Solisten:



Antonia Fahberg, Sopran - Norma Lerer, Alt
Horst Laubenthal, Tenor - Kieth Engen, Bass

und den Instrumental-Solisten:

Otto Büchner, Violine
Konrad Hampe und Max Hecker, Flöte und Blockflöte
Kurt Hausmann und Manfred Clement, Oboe
Martin Spanner, Oboe da caccia
Otto Schmitz, Horn
Oswald Uhl und Johannes Fink, Viola da Gamba
Alexander Teuner, Violoncello
Herbert Duft, Kontrabass
Detlev Kühl, Fagott
Elmar Schloter, Orgel

Karl Richter leitete den Münchener Bach-Chor und das Münchener Bach-Orchester.

Karl Schumann schrieb in der SZ über dieses Konzert:

19. November 2008

Karl Richter über den Choral in den Passionen, Kantaten und Oratorien J. S. Bachs



Karl Richter in den frühen 1960er Jahren

In der selben Hörfunkreihe des Bayerischen Rundfunks "Musik und ihre Interpreten" von und mit Egloff Schwaiger (1964) sagte Karl Richter u. a.:

...Der Choral ist wohl das Phänomenalste bei Bach. Man kann ihn in der verschiedensten Weise interpretieren, man kann ebenso ein Piano wie ein Forte und alles, was dazwischen liegt, rechtfertigen.

Bach hat z. B. "Wenn ich einmal soll scheiden" in allen Tonarten geschrieben, und immer mit einem anderen Satz. Er hat diesen Choral jeweils ganz neu harmonisiert und dabei sogar Dur und Moll ausgewechselt.

Unvergleichlich genial ist auch die geistige Verbindung zu Beginn des Weihnachtsoratoriums: "Wie soll ich dich empfangen?", das ist die gleiche Melodie wie in "Wenn ich einmal soll scheiden" und in "O Haupt voll Blut und Wunden".

Karl Richter an der Orgel des Tschaikowsky-Konservatoriums in Moskau 1968

Bach wählt für den Beginn des Weihnachtsoratoriums auch noch die gleiche Tonart wie für den letzten Choral der Matthäus-Passion, nur lässt er den Anfangschoral des Weihnachtsoratoriums in der Dominante einsetzen, während "Wenn ich einmal soll scheiden" mit der Tonica anhebt. In einem Fall geht es um den Tod, im anderen um die Geburt. Beides ist durch eine Melodie miteinander verbunden.

Im Schluss des Weihnachtsoratoriums, in dem wie ein Brandenburgisches Konzert angelegten Concerto, erscheint diese Melodie noch einmal, jetzt wie eine Fanfarenmelodie in D-Dur, die Freude und Sieg verkündet. Solche Zusammenhänge zeigen, wie Bach gearbeitet hat. Und für einen sensiblen Musiker ist das doch genug, um dynamische Bezeichnungen vermissen zu können.


TIPP: Buch- und Filmdokumentationen zu Karl Richter (deutsch und englisch)

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